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WAS BEDEUTET ...

  • Was bedeutet DAS

    „DAS“ ist die Abkürzung für Dienst für Arbeitssicherheit/Arbeitsschutz.

  • Was bedeutet Arbeitssicherheit / -schutz?

    Arbeitsschutz umfasst alle Maßnahmen, die zum Schutz der Beschäftigten in den Unternehmen notwendig sind. Er dient zum Erhalt der Gesundheit und zur Arbeitskraft sowie zur Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter im Unternehmen.

    In Deutschland regelt das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) die notwendige Vorgehensweise in der Prävention von Gesundheitsschädigungen der Beschäftigten.

    Fachkräfte für Arbeitssicherheit müssen den Unternehmen im Arbeitsschutz jederzeit zuverlässig, beratend und betreuend zur Seite stehen.

    Dabei setzen sie die Vorgaben der DGUV Vorschrift 2 (Deutsche gesetzliche Unfallversicherung) um.

  • Was bedeutet Fachkraft für Arbeitssicherheit (SIFA)?

    Die Fachkraft für Arbeitssicherheit ist eine speziell ausgebildete Person, die zusammen mit einem Betriebsarzt/Arbeitsmediziner Unternehmen oder Behörden bei Aufgaben unterstützt, die sich aus der Umsetzung der EG-Rahmenrichtlinie 89/391/EWG ergeben.

    Die Abkürzung in Deutschland lautet SIFA. Je nach Berufsgenossenschaft und Gewerbe werden wegen der begrifflichen Überschneidung mit den Sicherheitsfachkräften des Bewachungsgewerbes (§34a Gewerbeordnung) und der „Sicherheitsfachkraft für Informationsschutz und Unternehmenssicherheit“ auch die Abkürzungen FASi und gelegentlich FAS verwendet.

    Zentrale Aufgabe der SiFa ist es, den Unternehmer bzw. Arbeitgeber auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit – genauer: „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und menschengerechte Arbeitsgestaltung“ zu beraten und zu unterstützen.

  • Was bedeutet Betriebsarzt?

    Betriebsarzt oder Arbeitsmediziner (AM) ist eine durch das jeweilige Gesetz eines EU-Mitgliedstaates vorgeschriebene Stelle in einem Unternehmen mit mindestens einem Mitarbeiter oder einer Behörde.

    Alle diese Gesetze sind Umsetzungen der EG-Rahmenrichtlinie 89/391.

    Die zentrale Aufgabe ist es, den Unternehmer bzw. Arbeitgeber, die Sicherheitsvertrauenspersonen und die Belegschaftsorgane auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit und der menschengerechten Arbeitsgestaltung zu beraten und die Arbeitgeber bei der Erfüllung ihrer Pflichten auf diesem Gebiet zu unterstützen.

    Betriebsarzt ist der Arzt, der vom Arbeitgeber nach Maßgabe des Gesetzes über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit (Arbeitssicherheitsgesetz – ASiG) bestellt ist.

    Sowohl für private als auch öffentliche Betriebe sind die Einzelheiten durch Vorschriften der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung geregelt, z. B. durch die Vorschrift DGUV 2 der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.

    Der Arbeitgeber darf nur Ärzte bestellen, die über die erforderliche arbeitsmedizinische Fachkunde verfügen.

    Fachärzte für Arbeitsmedizin oder Ärzte mit der Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin erfüllen diese Anforderung.

    In Einzelfällen entscheidet die zuständige Ärztekammer über die Anerkennung der arbeitsmedizinischen Fachkunde.

  • Was bedeutet Arbeitsmedizin?

    Arbeitsmediziner und Betriebsärzte erfüllen einen wesentlichen Teil des präventiven Auftrags in dem medizinischen Versorgungssystem.

    Sie leisten einen wichtigen Beitrag zu einer partnerschaftlichen Unternehmenskultur.

    Ziel betriebsärztlichen Handelns ist der gesunde, zufriedene und leistungsfähige Beschäftigte in einem wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmen, das gleichermaßen kunden- wie beschäftigtenorientiert ist und die ihm eigenen Gesundheitspotentiale bereits bei der Arbeits- und Organisationsgestaltung berücksichtigt.

    Arbeitsmediziner und Betriebsärzte unterstützen Unternehmen bei der Entwicklung ihres betrieblichen Arbeitsschutz- und Gesundheitsmanagement, indem sie die Bedingungen von Gesundheit analysieren und Faktoren, die Gesundheit schützen und fördern in den Mittelpunkt stellen.

  • Was sind Arbeitsunfälle?

    Arbeitsunfälle sind Unfälle, die Versicherte während der Arbeit oder auf Dienstreisen erleiden. Tätigkeiten, die nicht dem Unternehmen, sondern privaten Zwecken dienen, sind nicht versichert.

  • Was sind Wegeunfälle?

    Wegeunfälle sind Unfälle, die sich auf dem direkten Weg von Zuhause zur Arbeit oder zurück ereignen. Versicherungsschutz kann auch bei notwendigen Umwegen, z. B. zur Unterbringung Ihres Kindes während der Arbeitszeit, bestehen.

  • Was sind Berufskrankheiten?

    Eine Berufskrankheit ist eine Erkrankung, die sich der Versicherte durch seine berufliche Tätigkeit zuzieht und die in der Berufskrankheiten Verordnung (BKV) der Bundesregierung aufgelistet ist.

  • Wann besteht Unfallversicherungsschutz beim Betriebssport?

    Entscheidend für den Versicherungsschutz ist, dass der Sport Ausgleichs- und nicht Wettkampfcharakter hat. Betriebssport beschränkt sich im Wesentlichen auf Beschäftigte eines Betriebes, findet regelmäßig statt und muss unternehmensbezogen organisiert werden. Etwa, wenn das Unternehmen feste Zeiten vorgibt oder die Sportstätten und -geräte zur Verfügung stellt. Gerade wer bei der Arbeit überwiegend am Schreibtisch sitzt, schafft durch den Betriebssport einen gesunden Ausgleich für den Bewegungsmangel während des Arbeitstages.

  • Wann besteht Unfallversicherungsschutz beim Betriebsausflug?

    Beschäftigte, die während eines Betriebsausfluges oder bei einem Firmenfest verunglücken, sind gesetzlich unfallversichert. Das Event

    muss vom Unternehmer bzw. von der Unternehmensleitung selbst veranstaltet oder von deren Autorität getragen werden,

    alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zur Teilnahme eingeladen und

    die Veranstaltung soll die Verbundenheit der Belegschaft untereinander und mit der Unternehmensleitung fördern.

    Der Betriebsausflug oder die Betriebsfeier endet, wenn sie nicht mehr von der Autorität des Unternehmers getragen wird, also z. B. die Unternehmensleitung eine entsprechende Ansage macht. Auch die Wege von und zum Ort der Veranstaltung sind versichert. Privat motivierte Unterbrechungen des Events und damit zusammenhängende Wege sind nicht versichert.

  • Wann besteht Unfallversicherungsschutz auf Weihnachtsfeiern?

    Damit der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung besteht, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Die Veranstaltung muss dem Betriebsklima und dem Zusammenhalt von Belegschaft und Arbeitgeber dienen. Es müssen daher alle Beschäftigten eingeladen sein und die Veranstaltung muss von der Unternehmensleitung geplant und durchgeführt werden. Mit der Planung und Durchführung kann sie eine Stellvertretung beauftragen. Wichtig ist zudem, dass die Unternehmensleitung oder die Stellvertretung die Feier auch selbst besucht. Versichert sind grundsätzlich alle Tätigkeiten und Aktivitäten, die zur Feier gehören, sowie die Vor- und Nachbereitung. Dazu zählen der Aufbau und das Schmücken des Raumes, Essen, Tanzen oder Partyspiele und natürlich auch der Abbau und das Aufräumen.

    Für die Wege zur Weihnachtsfeier und von der Feier nach Hause gelten die gleichen Regeln wie für den Arbeitsweg. Versichert ist der Weg zur Veranstaltung und von der Veranstaltung nach Hause, private Umwege sind nicht versichert. Auch private Anschlussfeiern, nachdem die Weihnachtsfeier durch die Unternehmensleitung oder deren Vertretung offiziell beendet wurde, sind nicht versichert. Auch wenn sie am gleichen Ort wie die offizielle Feier stattfinden.

    Es können auch externe Gäste an der Feier teilnehmen, etwa ehemalige Beschäftigte oder Familienangehörige. Für diese Personen besteht dann allerdings kein Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung.

  • Besteht Unfallversicherungsschutz für Ferienjobber?

    Ferienjobber sind wie alle anderen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gesetzlich unfallversichert, sobald sie in den Betrieb eingegliedert und an die Weisungen des Arbeitgebers gebunden sind - unabhängig von der Dauer des Jobs oder der Höhe des Entgelts. Versicherungsschutz besteht nicht nur während der Arbeit, sondern auch auf dem Hin- und Rückweg zum Ferienjob.

  • Wann besteht Unfallversicherungsschutz bei berufl. Weiterbildung?

    Wie bei der täglichen Arbeit auch stehen Beschäftigte dabei unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, wenn sie auf Veranlassung des Arbeitgebers an Seminaren oder Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen.

    Unerheblich ist, ob das Seminar vom Betrieb selbst organisiert oder von einem externen Bildungsträger durchgeführt wird. Wo das Seminar stattfindet, ob im Betrieb, in einem Bildungsinstitut oder in einem Hotel, ist auch nicht relevant für den Unfallversicherungsschutz. Der Versicherungsschutz erstreckt sich auf die Zeit des Seminars selbst sowie auf die An- und Abreise. Zuständig ist die Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse, der der Arbeitgeber angehört. Dieser Versicherungsschutz gilt auch für die Seminare über Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, die die VBG ihren Mitgliedsunternehmen anbietet.

    Nehmen Beschäftigte aus eigener Initiative und auf eigene Kosten an einer Weiterbildungsmaßnahme teil, besteht ebenfalls Versicherungsschutz, wenn die Weiterbildung die beruflichen Chancen verbessert und nicht nur rein privaten, hobbymäßigen Interessen dient. Das gilt auch für Arbeitslose, die eine von der Bundesagentur für Arbeit geförderte berufliche Weiterbildungsmaßnahme absolvieren. Zuständiger Unfallversicherungsträger ist in beiden Fällen die für die Bildungseinrichtung zuständige Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse.

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